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Der Einstieg in das Aikido- Training ist jederzeit möglich.
Unsere Gruppe besteht im Training meist aus 6 bis 12 Aikidokas, so dass es möglich ist, auf jeden individuell einzugehen.
Im Aikido ist es üblich, dass Anfänger und Fortgeschrittene zusammen trainieren, und man den Partner ständig wechselt. Am Ende jeder Stunde sollte jeder mit jedem trainiert haben. Das ist für eine Kampfkunst sehr wichtig, da jeder Mensch völlig anders auf die Techniken reagiert, und man so möglichts vielseitige Erfahrungen sammelt.
So können weniger Erfahrene vom Wissen der Fortgeschrittenen profitieren, und diese ihrerseits überprüfen, ob sie in der Lage sind, mit Aikido-Neulingen verantwortungsbewusst umzugehen.
Das Erklären des eigenen Vorgehens vertieft dabei gleichzeitig das eigene Verständnis dessen, was man tut.
Oberstes Gebot ist in unserem Training, dass jeder angstfrei lernen darf.
Aikido mit Handicap
Aikido richtet sich vor allen Dingen an Erwachsene. Und diejenigen, die schon mitreden können, wissen: Ab 35 fangen die Wehwehchen an. Übergewicht, Knieprobleme, ein erster Bandscheibenvorfall.
Manch einer ist auch von Geburt an oder durch Unfall nicht mehr vollständig.
Ein Gesundheitssport wie Aikido kann hier genau das Richtige sein. Geht nicht mehr, ist zuallererst eine Sache des Kopfes. Was noch da ist, kann in der Regel auch trainiert werden.
Ich habe in Berlin jahrelang Aikido mit Blinden gemacht, einem unserer berliner Gruppe fehlte ein Arm, ein weiterer hatte ein künstliches Kniegelenk. Dennoch praktizierten sie mit Erfolg und Begeisterung Aikido.
Ich selbst hatte vor 10 Jahren einen Bandscheibenvorfall, der mich ab und an immer noch quält. Die Bewegungen im Aikido tun mir gut.
Auf jeden Fall lohnt es sich hier, vielleicht ungewohnte Wege auszuprobieren.
Thomas Stechmüller 01.04.2011
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